Sei wieder da, wo dein Leben gerade stattfindet.
Vieles im Alltag läuft automatisch ab – während dein Kopf längst woanders ist. In diesem Modul entdeckst du, wie viel von deinem Leben du auf diese Weise nur halb erlebst. Du lernst, was Achtsamkeit wissenschaftlich bedeutet, übst sie in kurzen Momenten und findest heraus, wo genaueres Hinschauen sich für dich am meisten lohnt.
Der Glückskurs ersetzt keine Psychotherapie. Er richtet sich an psychisch stabile Erwachsene, die ihre Entwicklung eigenverantwortlich gestalten möchten. Bei akuten psychischen Belastungen empfehlen wir professionelle Unterstützung.
Du lernst eine alte Zen-Geschichte kennen, die zeigt, wie oft wir körperlich da sind, aber gedanklich ganz woanders – und was sich ändert, wenn du wirklich bei dem bist, was du gerade tust.
In einer kurzen Übung probierst du selbst aus, wie sich ein bewusst erlebter Moment anfühlt – als praktischer Gegenpol zum Autopiloten, bevor es um die Theorie dahinter geht.
Du erfährst, warum ausgerechnet die kleinen, oft übersehenen Momente deines Alltags einen großen Teil deines Wohlbefindens ausmachen – und warum Achtsamkeit sie nicht erschafft, sondern nur sichtbar macht.
Du lernst Jon Kabat-Zinns einflussreiche Definition von Achtsamkeit kennen – und was sie ausdrücklich nicht bedeutet: kein Gedankenstopp, keine Dauerentspannung, kein Wegdrücken von Gefühlen.
In einer geführten Übung nimmst du ein Lebensmittel deiner Wahl mit allen Sinnen bewusst wahr – ein direktes, praktisches Beispiel dafür, was Achtsamkeit im Alltag bedeuten kann.
Du lernst drei Fähigkeiten kennen, aus denen Achtsamkeit besteht: die Aufmerksamkeit lenken, ihr Abschweifen bemerken und sie freundlich zurückbringen – gestützt durch Forschung zu Aufmerksamkeit und Gehirnnetzwerken.
Du erfährst, was Forschung zu Achtsamkeit tatsächlich zeigt: weniger Stress, bessere Beziehungen, mehr Selbstmitgefühl – ohne dass dir dabei ein Wundermittel versprochen wird.
Jetzt geht es nicht mehr um Achtsamkeit im Allgemeinen, sondern um dich – du bereitest dich darauf vor, herauszufinden, in welchen Situationen dir Präsenz bereits gelingt.
In einem interaktiven Check schätzt du verschiedene Alltagssituationen ein – vom Essen bis zum Blick aufs Handy – und siehst, wo du schon achtsam bist und wo eher dein Autopilot übernimmt.
Du reflektierst, dass du nicht überall gleichzeitig achtsamer werden musst – und findest heraus, in welchem Lebensbereich eine kleine Veränderung für dich den größten Unterschied machen würde.
Eine Einführung in einen Werkzeugkasten unterschiedlicher Achtsamkeitsübungen – über Atem, Körper oder Geräusche –, aus dem du dir passend zur jeweiligen Situation bedienen kannst.
Kurze Impulse für zwischendurch, mit denen du in wenigen Sekunden bis Minuten mitten im Alltag bewusster wahrnimmst, was gerade geschieht.
Übungen mit mehr Zeit und Ruhe, mit denen du Achtsamkeit intensiver trainierst – darunter eine, die dich über eine ganze Woche begleitet.
Die zentralen Gedanken des Moduls noch einmal kompakt zusammengefasst – zum Nachschlagen, wenn du sie im Alltag brauchst.
Eine kuratierte Bibliothek mit Buchempfehlungen zum Weiterlesen – von Jon Kabat-Zinns Klassikern über MBSR bis zu Kristin Neffs Arbeit zu Selbstmitgefühl.
Ein alter Zen-Meister wird gefragt, was sein Geheimnis sei, glücklich und zufrieden zu sein. Seine Antwort klingt fast zu einfach: „Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich.“ Die Fragenden sind zunächst unzufrieden – das tun sie doch auch. Der Unterschied zeigt sich erst auf den zweiten Blick: Während sie essen, denken sie schon ans Aufstehen. Während sie gehen, überlegen sie, was als Nächstes ansteht. Ihre Gedanken sind ständig woanders als ihr Körper.
Der Psychologe Jon Kabat-Zinn, der Achtsamkeit Ende der 1970er-Jahre erstmals in ein wissenschaftlich untersuchtes Programm überführte (MBSR), beschreibt sie so: bewusst, im gegenwärtigen Moment und ohne zu urteilen Aufmerksamkeit schenken. Das bedeutet nicht, keine Gedanken mehr zu haben oder ständig ruhig zu sein. Gedanken, Gefühle und auch Stress gehören zum Menschsein dazu – Achtsamkeit will das nicht abschaffen, sondern lädt dazu ein, dem, was gerade da ist, mit mehr Aufmerksamkeit zu begegnen.
Achtsamkeit besteht nicht aus einer einzigen Fähigkeit, sondern aus mehreren, die sich Schritt für Schritt trainieren lassen. Der Psychologe Scott Bishop beschreibt dabei drei zusammenhängende Elemente:
Aufmerksamkeit lenken
Die Fähigkeit, deine Aufmerksamkeit bewusst auf einen einzelnen Moment zu richten, statt sie von einem Gedanken zum nächsten springen zu lassen.
Abschweifen bemerken
Der Unterschied liegt nicht darin, nie abzuschweifen, sondern darin, es früher zu bemerken und die Aufmerksamkeit freundlich zurückzubringen.
Wahrnehmung verfeinern
Je aufmerksamer du einen Moment erlebst, desto mehr kannst du wahrnehmen – nicht weil sich die Situation verändert, sondern deine Wahrnehmung.
Neurowissenschaftliche Studien, unter anderem von Britta Hölzel, liefern Hinweise darauf, dass regelmäßige Achtsamkeit mit Veränderungen in Hirnnetzwerken zusammenhängen kann, die für Aufmerksamkeit und Körperwahrnehmung wichtig sind.
Niemand ist den ganzen Tag vollkommen aufmerksam – aber auch niemand ist ständig im Autopiloten. Beides wechselt sich ab, und das ist völlig normal. Die spannende Frage ist deshalb nicht, ob du achtsam bist, sondern: In welchen Situationen gelingt dir das bereits von selbst – und wo übernimmt häufiger der Autopilot? In einem interaktiven Achtsamkeits-Check lernst du genau das über deinen eigenen Alltag herauszufinden, statt nur abstrakt darüber zu lesen.
Damit das nicht bei Theorie bleibt, arbeitest du im Modul in vier Schritten:
Deinen Aha-Moment erleben
Direkt zu Beginn probierst du in einer kurzen Übung selbst aus, wie sich ein bewusst erlebter Moment anfühlt.
Deinen Autopiloten erkennen
Im Achtsamkeits-Check schätzt du typische Alltagssituationen ein und siehst, wo du bereits achtsam bist.
Achtsamkeit direkt üben
In einer geführten Übung nimmst du zum Beispiel ein Lebensmittel bewusst mit allen Sinnen wahr.
Achtsamkeit in den Alltag holen
Mit kurzen und vertiefenden Übungen entwickelst du realistische Wege, Achtsamkeit dauerhaft in deinen Alltag zu holen.
Eine der größten Meta-Analysen zu diesem Thema, von Bassam Khoury und seinem Team, wertete über 200 Studien mit mehr als 12.000 Teilnehmenden aus: Regelmäßige Achtsamkeit kann Stress deutlich verringern – nicht, weil das Leben einfacher wird, sondern weil sich der Umgang damit verändert. Auch für Beziehungen und den Umgang mit dir selbst zeigen sich Zusammenhänge: Die Psychologin Kristin Neff zeigt in ihrer Forschung, dass Achtsamkeit und Selbstmitgefühl eng miteinander verbunden sind. Und die Psychologen Matthew Killingsworth und Daniel Gilbert fanden heraus, dass Menschen einen überraschend großen Teil ihres Tages mit ihren Gedanken woanders verbringen – und genau in diesen Momenten im Schnitt von weniger Wohlbefinden berichten.
Fachlich stützt sich das Modul auf das MBSR-Programm (Mindfulness-Based Stress Reduction) von Jon Kabat-Zinn sowie auf die seitdem gewachsene Achtsamkeitsforschung – unter anderem die Arbeiten von Scott Bishop zu den Kernfähigkeiten der Achtsamkeit, von Britta Hölzel zu neurowissenschaftlichen Zusammenhängen und die Übersichtsarbeit von Shian-Ling Keng, Moria Smoski und Clive Robins zu den Effekten regelmäßiger Praxis auf das psychische Wohlbefinden.
Was der Kurs bewusst nicht verspricht
Dieses Modul verspricht dir keinen dauerhaft ruhigen Kopf und auch nicht, dass dein Autopilot verschwindet – er gehört zu deinem Gehirn und hilft dir jeden Tag. Was du bekommst, sind wissenschaftlich fundierte Übungen, mit denen du bewusste Momente in deinem Alltag häufiger wiederfindest.
Das Modul eignet sich für psychisch stabile Erwachsene, die lernen möchten, bewusster im Moment zu sein – egal, ob du bereits Meditationserfahrung hast oder zum ersten Mal mit Achtsamkeit in Berührung kommst. Vorwissen brauchst du keines.
Der Glückskurs beginnt mit dem Einführungskurs „Glücklichsein“. Danach erwarten dich 8 Themenmodule aus drei Lebensbereichen: Du selbst: Stärken, Werte und Lebenseinstellung Deine innere Welt: Achtsamkeit, Gedanken und Sinn des Lebens Deine äußere Welt: Beziehungen und Lebenssituation Die Module folgen einer gemeinsamen Grundstruktur: In der Regel führen dich rund zehn kurze Videos durch das jeweilige Thema. Passende interaktive Anwendungen und Reflexionsübungen helfen dir, die Inhalte auf dein eigenes Leben zu übertragen. Zusätzlich erhältst du schnelle Übungen für den Alltag, vertiefende Übungen und ausgewählte Buchempfehlungen. Für ein Modul kannst du insgesamt ungefähr zwei bis vier Stunden einplanen. Davon entfallen meist etwa 30 bis 45 Minuten auf die Videos. Wie viel Zeit du tatsächlich benötigst, hängt davon ab, wie intensiv du dich mit den Anwendungen und Übungen beschäftigst. Du kannst jederzeit pausieren und später in deinem eigenen Tempo weitermachen.
Der Glückskurs ist in mehrere Etappen aufgeteilt, die inhaltlich aufeinander aufbauen. In der ersten Etappe („Du selbst“) geht es um deine Stärken, Werte und deine Lebenseinstellung – du lernst dich selbst besser kennen. „Achtsamkeit“ gehört zur zweiten Etappe („Deine innere Welt“), zusammen mit den Modulen Sinn des Lebens und Gedanken – hier geht es darum, wie du innerlich mit dir selbst und deinem Leben umgehst. Du musst die Module der ersten Etappe nicht abgeschlossen haben, um mit „Achtsamkeit“ zu starten – jedes Modul funktioniert auch für sich allein. Inhaltlich hängen die Themen aber zusammen: Wer zum Beispiel schon geübt hat, automatische Gedanken zu bemerken, findet oft leichter Zugang zu achtsamer Selbstbeobachtung.
Nein. Das Modul setzt keinerlei Vorerfahrung voraus. Die Übungen sind bewusst kurz und alltagsnah gehalten – vom bewussten Genießen einer Mahlzeit bis zu einer einzelnen bewussten Minute. Wer schon meditiert, findet trotzdem neue Perspektiven, etwa durch die wissenschaftliche Einordnung der eigenen Praxis.
Das ist eine sehr verbreitete Sorge – und beruht auf einem Missverständnis. Achtsamkeit bedeutet nicht, Gedanken zu stoppen oder den Kopf leer zu machen. Es geht darum, zu bemerken, wenn die Aufmerksamkeit abschweift, und sie freundlich zurückzubringen – wieder und wieder. Genau dieses Bemerken und Zurückkehren ist die Übung selbst, nicht ihr Scheitern.
Nein. Für 199 € erhältst du ein Jahr lang Zugang zum gesamten Glückskurs mit allen acht Modulen: Du selbst: Stärken, Werte und Lebenseinstellung Deine innere Welt: Achtsamkeit, Gedanken und Sinn des Lebens Deine äußere Welt: Beziehungen und Lebenssituation Du kannst mit dem Modul „Achtsamkeit" oder einem anderen Modul deiner Wahl beginnen und den Kurs anschließend in deinem eigenen Tempo bearbeiten.
Nein. Der Glückskurs ist ein Angebot zur Selbstreflexion und persönlichen Weiterentwicklung. Er richtet sich an psychisch stabile Erwachsene und ersetzt keine ärztliche oder psychotherapeutische Diagnostik und Behandlung. Wenn du unter starken oder anhaltenden psychischen Belastungen leidest, wende dich bitte an eine Ärztin, einen Arzt oder eine psychotherapeutische Fachkraft. In einer seelischen Krise erreichst du die TelefonSeelsorge kostenlos, anonym und rund um die Uhr unter 116 123. In akuten Notfällen wähle bitte den Notruf 112.